Freitag, 16. August 2013

Politik und Liebe

Liebe ist keine Kategorie der Politik, auch Nächstenliebe nicht.
Politik kann und muss respektvoll sein. Ihre Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen des Zusammenlebens so zu gestalten, dass sich Menschen in Freiheit entsprechend ihrer Talente und Ziele entwickeln können.
 
Überall wo freie Menschen einander begegnen, wird es Konflikte geben. Diese zu lösen oder zumindest in Würde – um einen von Armin Thurnher dankenswerter Weise in das Politische wieder eingeführten Begriff zu verwenden – lebbar zu machen, ist vorrangige Aufgabe der Politik.
 
Wer Liebe in die Politik einführt, macht aus ihr einen Kampfbegriff und zeigt damit, dass er von beidem nichts versteht: von den Möglichkeiten der Liebe nicht und ebenso wenig von Politik.
 
Man kann sich nicht vehement genug dagegen verwahren, von einer politischen Partei geliebt zu werden – gleich welcher.

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